Pressemitteilung vom 02.12.2009

Müritz-FDP tagte im Alt Schweriner Feuerwehrhaus


An der Stätte einer der herausragendsten Erfolge bei der Kommunalwahl vom Frühjahr fand am vergangenen Samstag der Kreisparteitag der Müritz-FDP statt. Im Amtsbereich Malchow wurde vor einem halben Jahr ein Stimmenanteil von mehr als 13 Prozent zur Kreistagswahl erreicht. Alt Schwerin war die für die FDP erfolgreichste Gemeinde mit mehr als 21 Prozent. Zur abschließenden Auswertung der Europa-, Kommunal- und Bundestags-Wahlen wurden die überdeutlichen Stimmenzuwächse bei ebenso deutlich gesunkener Wahlbeteiligung ebenso gewürdigt wie tiefgründig analysiert.

Thematisch ging es hauptsächlich um die bisherige Arbeit der Fraktion im Kreistag, zu der Fraktionsgeschäftsführer Gerhard Kresin die Haltung anderer Parteien kritisierte: „Wenn das Schiff am Sinken ist, plündern sie die Kombüse und gehen nicht an die Pumpe“. Breiten Raum nahm auch die Problematik der kostenfreien Grünschnitt-Annahme im März und Oktober ein. Seit sie mengenmäßig begrenzt ist, nehmen die wilde Verkippung und Verbrennung zu, die angenommenen Mengen hingegen nehmen ab. Das Maximalziel der ganzjährigen kostenfreien Annahme nichtgewerblichen Grünschnitts dürfte im Kreistag wohl kaum zu verwirklichen sein, obwohl sich damit bei den Deponien neue Geschäftszweige und Einnahmequellen sowie für die Bürger sogar Kostenentlastungen und die Umwelt deutliche Minderbelastungen realisieren lassen dürften.

Auch zum „Erhalt“ des Röbeler Gymnasiums fanden die Parteitagsmitglieder deutliche Worte. Vor zwei Jahren gab es für den damaligen Landratskandidaten Kresin noch heftige Schelte, als er mit der Umwandlung des Malchower Gymnasiums zur KGS den Todesstoß für das Röbeler Juliot-Curie-Gymnasiums prognostizierte. Bildungsminister Henry Tesch versprach damals für Röbel Sonderregelungen, die aufgrund ausreichender Schülerzahlen jedoch nie griffen. Nun sei es de facto klar, dass es nicht genügend Schüler gebe und an der für den Landkreis Müritz wie der Stadt Röbel/Müritz teuren Umwandlung zur KGS bei geltender Gesetzeslage des Landes wohl kaum ein Weg vorbeiführe.

Fazit? Lange Diskussionen um diese und wichtig(er)e Themen mit der „Erkenntnis“, vernünftige und Erfolg versprechende Dinge würden auf verschiedenen Ebenen nur deswegen „abgeschmettert“, weil sie eben von einer kleinen Partei kämen und der Klüngel-Filz noch nicht überwindbar sei. Noch nicht?!

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