Pressemitteilung vom 24.08.2009




Die Kontroverse zwischen Linken-Chef Bisky und dem Geschäftsführer der CDU-Landtagsfratkion Wolf-Dieter Ringguth zum Thema wissenschaftlich fundierte Neubewertung der DDR ist an Absurdität kaum zu überbieten.

Bisky fordert eine „wissenschaftlich fundierte Neubewertung der DDR“. Ringguth diffamiert diese Forderung als „Versuch des Schönredens der Diktatur des Proletariats.“ Dabei liegt das Problem doch ganz woanders, nämlich darin, dass „Bewertung“ historischer Gegebenheiten keine Aufgabe ist, die von der Wissenschaft zu leisten ist. Bisky und Ringguth verwenden offenkundig völlig unterschiedliche Kriterien zur Beurteilung bzw. Bewertung der DDR und kommen zu gegensätzlichen Einschätzungen obwohl beide Politiker in der DDR groß geworden sind.

Die heftige Reaktion des CDU-Politikers Ringguth ist indes erklärungsbedürftig. Sie unterstellt, der Linken-Politiker Bisky „wolle die Diktatur des Proletariats schönreden“. Wenn in dieser Weise mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird, löst das aus gutem Grund Fragen aus wie beispielsweise:„Was steckt eigentlich dahinter?“ oder gar „Wovon soll abgelenkt werden?“

Das Verhalten des CDU-Fraktionsvorsitzenden Wolf-Dieter Ringguth im Kreistag des Müritzkreises gibt zu Spekulationen reichlich Anlass.

Beispiele:

- Seit Jahren wird eine enge Kooperation mit der Fraktion der Linken im Kreistag praktiziert.

- Im Kreistag haben kontroverse Beschlussvorlagen der CDU-Landrätin in der Regel nur mit den Stimmen der Linken eine Chance auf Erfolg.

- Der aktuell gemeinsam mit der Fraktion DIE LINKE unternommene Versuch, ein „verdientes“ Mitglied der ehemaligen SED-Kreisleitung, Herrn Jobst-Peter Brach, zum Kreistagspräsidenten zu wählen.

Um keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen: Nach dem Kenntnisstand der Müritz FDP gibt es keine offiziellen Erklärungen der CDU zur Möglichkeit einer Koalition mit den LINKEN. Das ist der entscheidende Unterschied zum Verhalten von Frau Andrea Ypsilanti in Hessen.

Preisfrage: Wer ist ehrlicher, Frau Ypsilanti oder Herr Ringguth?

Rückfragen unter:

FDP-Kreisgeschäftsstelle
Tel. : 03991 / 632858
Fax. : 03991 / 632859
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