Pressemitteilung, 20.07.2009

Anstandsdebatte ein Armutszeugnis für die Müritz-Zeitung?


Im Artikel des Nordkurier vom 17.07.2009 wird dem Kreistagsmitglied Andreas Strubelt vorgeworfen, dass es ihm an Anstand mangele, weil er aus Sicht der Redakteurin Antje Gest nicht die Anzugsordnung an den Tag gelegt hat, die notwendig gewesen wäre.

Genau heißt es: „ Kleider machen bekanntlich Leute. Das ist im Alltag genauso wie im Berufsleben sowie in der großen und kleinen Politik. … Zumindest scheinen sich einige Müritzer Kommunalpolitiker überhaupt keine Gedanken mehr darüber zu machen, was sie zu welchem Anlass tragen. Wie zum Beispiel Andreas Strubelt von der FDP, der als neues Kreistagsmitglied allem Anschein nach nicht den Hauch einer Ahnung hat, in was für einer Vertretung er da arbeitet. Sein Anputz jedenfalls ließ darauf schließen, dass er von einem Klassentreffen am Strand statt von einer Tagung des höchsten Kreis-Gremiums ausgegangen sein muss. Dreiviertel-Hosen, dunkle Socken in luftigen Schuhen und ein lockeres Freizeitshirt hatte er für die konstituierende Sitzung am Mittwochabend gewählt und fiel damit deutlich aus dem Rahmen. Dass Strubelt noch ziemlich jung ist, kann als Begründung für den Fauxpas nicht herhalten… Aber: Nicht erst, seit der Kreistag eine Präsidentin hat, fällt auf, dass die Frauen – wen überrascht es? – deutlich mehr darauf achten, ihre Wähler auch wirklich würdig zu vertreten.“

Der Begriff des „Anputzes“ den die Jouralistin Antje Gest in Ihrem Beitrag bezüglich der Anzugsordnung von Herrn Strubelt verwendet, zeigt wie sehr sie Herrn Strubelt und damit dessen Lebens- und Verhaltensweisen verachtet. Die Auffassung der Redakteurin Antje Gest bringt eine Geisteshaltung zum Ausdruck, die in höchstem Maß gefährlich für eine gesellschaftliche Fortentwicklung ist, denn nur der in diesem Sinne anständige Bürger, der sich brav den Geflogenheiten der Presse unterordnet, ist anständig.

Manche Journalistin hat einfach Mühe mit dem Anstand. Die Würde des Einzelnen sollte auch die Presse im respektvollen Tonfall und mittels sachlicher Argumentation achten. Ein Motto für die Presse: „Sein statt Design - Zuhören statt nur schauen.“, vielleicht würde das manch schlechten Bericht und unwürdigen Kommentar auch dem Leser ersparen.

Es ist geradezu lächerlich einen Politiker nach Kleidung zu beurteilen. Taten sind gefragt - ob mit oder ohne Kulturstrick. Die Redakteurin agiert ausschließlich an der Oberfläche, weil es für sie damit am leichtesten ist Menschen zu diffamieren, wie sie es seit Jahren betreibt. Mit ihrem Beitrag diskreditiert sie sich letztlich selber, aber was soll man von dieser Redakteurin überhaupt noch erwarten? Man kann zu einer Kleiderordnung stehen, wie man will. Fakt ist jedoch, dass Anzug und Krawatte nichts darüber aussagen, wer und was darin steckt.

Wahrer Anstand ist niemals auftrumpfend, sondern im Gegenteil von überlegter Zurückhaltung und vernünftiger Selbstbeherrschung geprägt. Eine anständige Journalistin hätte ein solch lächerliches Thema nicht einmal beachtet, weil es ihr zu schlicht gewesen wäre. Diese Journalistin steht wofür sie steht, aber letztlich steht sie mal wieder allein!

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