|
FDP-Kandidat rät zu "Plan-B" für Gymnasium
WAHLKAMPF. Perspektiven der Schullandschaft an der Müritz standen im Mittelpunkt einer Diskussionsveranstaltung, zu der die FDP nach Röbel eingeladen hatte.
Röbel (JUB). Der FDP-Kandidat für die Landratswahlen am 11. Februar, Gerhard Kresin, hatte am Montag in das Röbeler Haus des Gastes zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Das Thema des Abends war der Austausch von Ansichten über das Schul- und Entwicklungsgesetz des Landes, in dem unter anderen die Mindestschüleranzahlen für den Fortbestand einer schulischen Einrichtung festgelegt sind. Bei diesem "Reizthema" verwunderte es nicht, dass der Raum überwiegend mit Lehrern und Eltern von Schülern der Bildungsstätten im Müritzkreis gut besetzt war. Zu den offiziellen Gästen gehörten neben den Bürgermeistern der Städte Röbel und Penzlin auch die Bundestagsabgeordnete der FDP, Cornelia Pieper.
Gerhard Kresin leitete die Diskussion und kritisierte vor allem die im Gesetz vorgeschriebenen Mindestschülerzahlen. Allerdings traf er mit Gerhard Bley, dem zuständigen Abteilungsleiter im Schweriner Bildungsministerium, auf einen fachkundigen Widerstreiter, der sich teilweise sehr kampflustig für die Reformen im Schulgesetz einsetzte. Bley war für den Bildungsminister Henry Tesch (CDU) erschienen, der selbst der Einladung nach Röbel nicht folgen konnte.
Die Bürgermeister Röbels und Penzlins, Heiner Müller (SPD) uns Sven Flechner (parteilos), berichteten indes von ihren Erfahrungen im Kampf um die Erhaltung der Regionalen Schule beziehungsweise des Gymnasiums. Insbesondere hinsichtlich der Zukunft des Röbeler Gymnasiums ging Kresin auf Distanz zum ehemaligen Landrat Jürgen Seidel (CDU), der den Erhalt der Institution einst zugesichert hatte.
Nach den Worten Kresins müsse "ein Plan B" für Röbel erstellt werden, um eine gymnasiale Ausbildung möglicherweise auch in anderer Form, ähnlich wie in Malchow, gewährleisten zu können. Auf die Frage, was er selbst als künftiger Landrat im Bereich des Schulwesens ändern würde, blieb Gerhard Kresin eher realistisch. Zwar würde er versuchen, politisch Einfluss zu nehmen, zumal er "einen guten Draht zu allen Parteien habe", nach der Kreisgebietsreform würden die "Karten aber neu gemischt" werden, wenn die Kompetenz hinsichtlich des Schulentwicklungsplans wieder an die Landkreise zurückfiele. Im künftigen Kreistag würden Beschlüsse in dieser Hinsicht nicht mehr nach Partei-Mehrverhältnissen, sondern nach regionalen Interessen gefasst werden. Seiner Meinung nach müssen vor allem die Eltern für die Bildungseinrichtungen ihrer Kinder kämpfen. Darin pflichtete ihm auch Cornelia Pieper bei, die zur Gründung von Bürgerinitiativen riet.
|
|
Kontakt:
FDP Kreisgeschäftsstelle Lange Str. 16 17192 Waren (Müritz) Telefon: 03991 632857
|