Müritz- Zeitung, 20.01.2007

Plädoyer für mehr Aufklärung

LANDRATSWAHL. FDP-Kandidat Gerhard Kresin hat sich über den Leistungsstand einer Röbeler Klinik informiert.

Röbel (NK). Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Müritz-Klinikums in Röbel war dieser Tage Anlaufpunkt für Gerhard Kresin, der sich gemeinsam mit vier anderen Kandidaten am 11. Februar der Wahl zum Landrat stellen will. Dabei erläuterten die Chefärzte Dr. Kai Schmidt und Dr. Sylke Ilg in einem Gespräch die erfolgreiche Arbeit der Kliniken. Beide wiesen auch darauf hin, dass sich die Einrichtungen sehr gut in Röbel eingefügt hätten, und dass die Einwohner die Kliniken als Teil ihrer Stadt betrachteten. Besonders wichtig sei auch die Kooperation mit den regionalen Netzwerken zur ambulanten Weiterbetreuung der Patienten, betonten die Chefärzte.

Im Gespräch über die bevorstehende Kreisgebietsreform standen schließlich die Konsequenzen im Mittelpunkt, die sich für die bislang bewährte Zusammenarbeit mit dem Kreisgesundheitsamt ergeben könnten, wenn dieses weiter entfernt in Neubrandenburg angesiedelt wäre. Der Geschäftsführer des Müritz-Klinikums, Frank Horn, erläuterte die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Kliniken und die Bedeutung der gerade abgeschlossenen Investitionen im Bereich der Institutsambulanzen. Auf Nachfrage Kresins machte Horn deutlich, wie die Gesundheitseinrichtungen in den Wirtschaftskreislauf der Region eingebunden sind und dass man viele Lieferungen und Leistungen aus der nahen Umgebung bezöge.

Bei einem anschließenden Rundgang durch die Gebäude wurden die Stationen und verschiedene Therapiemöglichkeiten wie Korbflechten, Töpfern, handwerkliches Arbeiten, das Anwenden von Pinsel und Farbe bis hin zum klassischen Gruppengespräch vorgestellt. Dabei nutzte Kresin auch die Gelegenheit, um mit Mitarbeitern über deren Arbeit zu sprechen.

Für ihn habe sich die Erkenntnis bestätigt, dass die beiden Einrichtungen unverzichtbar für den Landkreis seien und die Menschen eine noch breitere Aufklärung über psychische Erkrankungen erhalten sollten, damit Betroffene ohne Scheu und Angst vor gesellschaftlicher Diskriminierung entsprechende Therapieangebote annehmen könnten.

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