Hallo Nachbar, 07.02.2007

Bildungspolitisches Forum

Röbel/Müritz (nb). Viele der erwarteten Gäste blieben aufgrund der schlechten Verkehrsverhältnisse aus. Im Röbeler "Haus des Gastes" fand eine Diskussion über die umstrittene Schul-Gesetzgebung des Landes statt. Die "Mindest-Schüler-Zahlen" gefährdeten nicht nur den Fortbestand schulischer Einrichtungen, die Lehrerschaft oder die schulische Entwicklung der Jüngsten und der Schwächsten - unserer Kinder. Es verwunderte also nicht, dass der Raum überwiegend mit Lehrern oder Eltern von Schülern verschiedener Bildungsstätten des Müritz-Kreises gut besetzt war. Gerhard Kresin moderierte die Diskussion und kritisierte vor allem die im Gesetz vorgeschriebenen Bildungsklauseln. In Gerhard Bley, dem zuständigen Abteilungsleiter im Bildungsministerium, traf er auf einen Gegenpart, der sich vehement für die jüngsten Reformen des Schulgesetzes einsetzte. Nach Kresins Analyse müsse speziell für das Röbeler Gymnasium ein "Plan B" erstellt werden, um eine gymnasiale Ausbildung künftig in anderer Form, ähnlich wie in Malchow, zu garantieren. Auf die Frage, was er selbst als künftiger Landrat im Bereich der schulischen Bildung ändern könne, blieb Gerhard Kresin eher Realist als Träumer. Zwar würde er versuchen, politisch Einfluss zu nehmen, da er "einen guten Draht zu allen Parteien habe". Doch nach der Kreisgebietsreform würden die "Karten neu gemischt" werden, wenn Kompetenzen hinsichtlich der Schulentwicklung vom Land auf die Kreise zurückfielen. Im künftigen Kreistag "Mecklenburgische Seenplatte" würden Beschlüsse wahrscheinlich nicht nach parteilichen Mehrverhältnissen sondern nach regionalen Interessen gefasst werden. Vor allem die Eltern müssten engagiert für Bildungseinrichtungen ihrer Kinder kämpfen. Nicht nur in diesem Punkt stand ihm auch Cornelia Pieper bei, die zur Gründung entsprechender Bürgerinitiativen aufrief.

Zur Website


Kontakt:
FDP Kreisgeschäftsstelle
Lange Str. 16
17192 Waren (Müritz)
Telefon: 03991 632857
      Vorherige Seite  Seitenanfang