Stellungnahme, 22.03.2006

Offener Brief des FDP-Stadtvertreters Toralf Schnur zum Tanzpalast in Waren(Müritz)


Im Rahmen der vorletzten Sitzung der Stadtvertretung am 15.12.2005 habe ich meinen Unmut über die Situation des Kreiskulturhauses in Waren(Müritz) deutlich gemacht. Ich möchte es klar und deutlich formulieren, denn für mich ist einzig und allein die Stadtverwaltung der Stadt Waren(Müritz) und damit an der Spitze der Bürgermeister schuldhaft für das Schließen des Tanzpalastes verantwortlich. Kleinliche Interessen, wie ein Konkurrenzverhalten zwischen KKH und Bürgersaal standen demnach im Vordergrund, vorgeschoben wurden die Anwohner, die angeblich mit Klagen gegen den Bestand des KKH drohten. In vielen Fällen werden den Stadtvertretern Entscheidungen vorgelegt, wo das Gemeinwohl dem Wohl Einzelner überwiegt, warum nicht in diesem Fall? Der Mut verlässt die Verwaltung doch nicht wenn es darum geht den Bürgern Kosten aufzuerlegen, die nach Einschätzung der Beteiligten schon sehr merkwürdig sind, wie zum Beispiel in der Specker Straße, wo ein Fahrradweg nach etlichen Jahren auf einmal für die Bürger Geld kostet. Ich konnte zu keinem Zeitpunkt den Willen erkennen das KKH erhalten zu wollen.

Nachdem die Mitglieder des Hauptausschusses in Ihrer Sitzung im Januar entgegen der Argumentation der Verwaltung mehrere Termine für Veranstaltungen im Tanzpalast genehmigten war die Frustration der Verwaltung schon spürbar. Erst im Nachhinein ist durch die Berichterstattung des Nordkuriers bekannt geworden, dass die Verwaltung dann einfach eine Veranstaltung weggelassen hat, damit der Hauptausschuss diese nicht mehr genehmigen kann. Dieses Verhalten ist an Dreistigkeit kaum zu übertreffen. Die Argumentation der Verwaltung, dass die weggelassene Veranstaltung erst später stattfinden würde und somit bei der nächsten Sitzung des Hauptausschusses genehmigt werden könnte ist schon deshalb wenig nachvollziehbar, da der Hauptausschuss erst unmittelbar vor der Veranstaltung zusammengetroffen wäre. Der Verwaltung war bewusst, dass die zu kurze Vorbereitungsphase für die Veranstaltung einer Ablehnung gleich kommt, also bot man den Veranstaltern die Möglichkeit eines Ausweichtermins, wohl wissend das diese einen solchen Termin wahrscheinlich nicht in Anspruch nehmen. Diese Art des Verfahrens halte ich für bedenklich auch wenn sie rechtlich korrekt ist.

In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass der Verwaltung wieder mehrere Anträge für Veranstaltungen vorliegen. Ich fordere die Verwaltung und alle Stadtvertreter auf diese Anträge zu unterstützen, dass betrifft insbesondere die Osterparty am 15.04.06, den Tanz in den Mai am 29.04.06 und die Pfingstparty am 03.06.06. Ich erwarte von der Verwaltung, dass hier von allen Beteiligten dass Interesse der Jugendlichen allen anderen Interessen vorangestellt wird. Es ist mittlerweile ein unzumutbarer Zustand für die 16 bis 25-jährigen eingetreten, denn es gibt so gut wie überhaupt keinen Ort an dem diese sich kostengünstig treffen können. Wenn Jugend die Zukunft sein soll und wir diese bei der Entwicklung der Stadt nicht stets zurückstellen wollen, dann wäre hier zumindest die Chance einmal ein Zeichen zu setzen.

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