Quelle: Müritz- Zeitung, in 2006

Kleingärtner monieren Stadtvertreter-Beschluss
PROTEST, Mit Unterschriften wollen sich Kleingärtner gegen die Sperrung eines Weges stark machen.


Waren (hb). Auf Beschluss der Warener Stadtvertretung soll der Weg der zur Kleingartenanlage "Hirtenwiese" führt, für den Verkehr gesperrt werden. Dem voraus gegangenen war eine Vorlage der Stadtverwaltung. Die Begründung der Kommune war unter anderem, dass an diesem Weg Müll abgekippt werde, den die Stadt dann entsorgen müsste. Auch seien die Unterhaltskosten zu hoch und für die Radler sei es ebenfalls besser, wenn Fahrzeuge von dort verbannt würden. Im Rahmen der Sitzung, bei der die Teileinziehung, so die Fachsprache, beschlossen wurde, hatte der Vereinschef der Gartensparte bereits ein Veto eingelegt. Nun machen die Gartenbesitzer gegen diesen Beschluss mobil. Der stellvertretende Spartenchef Hans-Werner Salaw übergab kürzlich an den Stadtvertreter Toralf Schnur (FDP) eine Unterschriftensammlung. "Damit wollen wir unserem Protest gegen diesen Beschluss Ausdruck verleihen", sagte Salaw. Es habe sich im Vorfeld niemand von der Verwaltung sehen lassen, zeigte er sich empört. Man hatte zumindest einmal darüber reden können. Sicher gebe er den Argumenten der Stadt in Bezug auf die Verkippung von Müll Recht. Doch es handele sich nicht um Unmengen, wie man vermuten könne, so der Gartenbesitzer. Das Problem sei, dass durch das Sperren der Zufahrt lediglich eine Möglichkeit bleibe, um zu den Gärten zu gelangen. "Das ist der Weg von der Shell-Tankstelle in Richtung Eldenholz", beschrieb er. Und damit stünden auch die Kleingärtner der dort befindlichen Anlage auf der Matte. Der Weg ist derart beschaffen, dass bei jedem Auto, das im Sommer dort entlangfährt, die Gartenanlage im Staub versinkt. Selbst das Pflanzen von zwei Hecken reiche nicht aus, um den Staub zu bändigen. Betroffen sind etwa 500 Gärten, hieß es. Schnur will jetzt den Beschluss kippen.

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