Quelle: Müritz- Zeitung, 08.08.2006

Familienbetrieb bietet Interessantes auch ohne Säge


Waren. Ungewohnt still ist es auf dem Hof des Sägewerkes Strubelt gestern. Ausgerechnet als sich Besuch aus der FDP-Bundesfraktion angesagt hat, geht die Säge kaputt. Andreas Strubelt, Geschäftsführer und Kandidat der Liberalen für den Müritzkreis bei der bevorstehenden Landtagswahl, nimmt es gelassen. "Das kommt vor, nur gut, dass es vor den Betriebsferien des Herstellers passiert ist", sagt er, der mit seiner Schwester Cornelia das Familienunternehmen in fünfter Generation leitet. Der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Ernst Burgbacher, sein Bundestagskollege Paul K. Friedhoff sowie Mecklenburg Vorpommerns Spitzenkandidat der FDP Michael Roolf erfahren auch ohne laufende Säge genug Interessantes.
Alle heimischen Hölzer werden im Sägewerk Strubelt verarbeitet. "Wir arbeiten mit Holz aus etwa 50 Kilometer Umkreis", erklärt Andreas Strubelt. Holten sie es von weiter weg, wären die Transportkosten zu hoch. Zwischen 3000 und 5000 Festmeter werden im Jahr unter die Säge genommen. Abnehmer seien zumeist Großhändler, weiß der Geschäftsführer zu berichten. Manches Holz gehe auch direkt in den Export. China, Dänemark und Schweden nennt Andreas Strubelt. Natürlich habe er auch "Kleinabnehmer", schließlich sei Kaminholz immer begehrter und die Angler wüssten seine Buchenspäne zu schätzen. Von den Abgeordneten befragt, erklärt er, dass im Sägewerk immer ein Lehrling ausgebildet wird. "Unser jetziger wird in zwei Tagen fertig, der neue ist bereits im Vorpraktikum." Und bevor die reguläre Ausbildungszeit beginnt, läuft die Säge bestimmt wieder.

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