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Neue Diskothek ist vielleicht in Sicht
Waren (HB). Im Rahmen der Stadtvertretersitzung meldete sich der FDP-Abgeordnete Toralf Schnur mit einer persönlichen Stellungnahme zu Wort. Er kritisierte, dass so nach und nach sämtliche Einrichtungen für Jugendliche aus der Stadt verschwinden. So mache das Schülerfreizeitzentrum zum 1. Januar zu, ein beliebter Treffpunkt für die 14- bis 18-jährigen, und auch der Tanzpalast schließe seine Pforten, ein beliebter Treffpunkt für junge Leute zwischen 18 und 25, erklärte er. Seine Befürchtungen gehen dahin, dass die jungen Menschen dann wieder lange Fahrtstrecken auf sich nehmen, um Diskotheken zu besuchen. „Ich habe mir mal einen Überblick über die Entfernungen zu den nächstgelegenen Diskotheken rausgesucht“, sagte er. Die dichteste sei 83 Kilometer entfernt, Hin- und Rückfahrt eingerechnet. Er zitierte diesbezüglich aus einer Statistik des Statistischen Landesamtes, in der aufgezeigt wird, dass bei zahlreichen Unfällen im Land die 18- bis 25-Jährigen den höchsten
Prozentsatz halten. Konkret fragte er bei der Verwaltung nach, wie man sich dort bemüht habe, Alternativen zu schaffen. Dieses Anliegen wurde auch vom CDU-Abgeordneten Joachim Werner unterstützt. Bauamtsleiter Gunter Lüdde informierte darüber, dass die Stadt alles rechtlich Mögliche tun würde, um in Waren eine Disko zu etablieren. Diskothekenbetreiber würden in der Verwaltung praktisch offene Türen einlaufen. Den derzeitigen Betreibern des Tanzpalastes seien mehrere Objekte empfohlen worden, so beispielsweise der Lokschuppen. „Wir können nur empfehlen, uns gehören aber die Grundstücke und Räumlichkeiten nicht“, führte er an. Lüdde informierte auch darüber, dass es Interessenten gebe, die in der Müritzstadt eine Disko eröffnen möchten. Allerdings handelt es sich dabei nicht um die derzeitigen Tanzpalast-Betreiber. Es gebe auch eine Bauvoranfrage für die Errichtung einer Diskothek im Bereich Waren-West. Das werde derzeit geprüft, sagte er.
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