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Denkmal-Sanierung ist für FDP Geldverschwendung
Von Jens-Uwe Berndt
Malchow. Für 600 Euro wird derzeit das so genannte Russendenkmal in der Bahnhofstraße in Schuss gebracht. Laut städtischem Bauamt innerhalb von drei Jahren zum zweiten Mal. Damals sei der Putz ausgebessert worden. Diesmal werde unter anderem die Farbe aufgefrischt.
Laut Bauamtsleiterin Renee Schäfer sei die Reparatur vom Malchower Bürgermeister Joachim Stein (Grüne) persönlich initiiert worden. Jetzt sind die Außenanlagen gepflegt worden, was der Bauhof besorgte.
In Malchow haben einige Bürger die erneute Sanierung mit Überraschung registriert, war doch vor einigen Jahren sogar über einen Abriss des Denkmals debattiert worden (der Nordkurier berichtete). Hans-Jürgen Kleiber, Vorsitzender der FDP-Ortsgruppe und Stadtvertreter, hält diese Maßnahme für Geldverschwendung. "Das Fundament ist marode und der Sockel verfällt", sagt er. "Die kleinen Sanierungsarbeiten sind Flickschusterei. Das Geld dafür könnte man anderweitig verwenden." Die Soldaten der Roten Armee, die hier einst begraben waren, seien längst umgebettet, weshalb er eine Beseitigung des Steinquaders für möglich halte. "Deshalb bin ich kein Frevler, ich verkenne auch nicht die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges. Allerdings ist die Ecke jetzt zum einen für Autofahrer unübersichtlich, zum anderen würde für Leute, die nach Malchow reinkommen, ohne das Denkmal der Blick zum schönen Neuen Markt und zur Werleburg frei."
Malchow hat mindestens fünf Gedenkstätten - vorwiegend kleinere Gräberfelder - für gefallene Rotarmisten. Das war von Kirsten Gödicke aus dem städtischen Sozialamt zu erfahren: auf dem Friedhof, an der ehemaligen Fachhochschule, auf dem städtischen Friedhof, in der Westsiedlung und eben jener Betonklotz in der Bahnhofstraße. Darüber hinaus gibt es drei Denkmale für gefallene deutsche Soldaten des Ersten Weltkrieges sowie ein Erinnerungsstein für die Opfer des Krieges von 1870/71.
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