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Kreis-FDP sieht sich durch Wahlergebnis bestätigt
Parteitag bestimmt von Auswertung des kommunalen Urnengangs und Debatte um bessere Öffentlichkeitsarbeit
Von unserem Redaktionsmitglied Iris Eickmann
Groß Plasten. Wie sagt der politische Volksmund? Nach der Wahl ist vor der Wahl. So könnte auch
das Motto der FDP gelautet haben, deren Mitglieder sich am Sonnabend zum ersten Kreisparteitag nach
der im Juni ausgetragenen Kommunalwahl trafen. Wichtigste Bestandteile der Tagesordnung: Die
Auswertung des Urnengangs und die Interpretation der Stimmergebnisse. "Wir als FDP haben in allen
kommunalen Vertretungen, in denen wir angetreten sind, deutlich dazu gewonnen", kommentierte der
Kreisvorsitzende Toralf Schnur das Wahlergebnis. Dies sei Bestätigung dafür, dass man auf dem richtigen
Weg sei. Als ebenfalls positiv wurde die Mitgliederentwicklung des Müritz-Kreisverbandes gewertet.
Insgesamt zehn neue Mitstreiter seien in diesem Jahr bereits begrüßt worden, momentan zähle der
Kreisverband 69 Mitglieder. Und, so gab man sich hoffnungsvoll, bis zum Landesparteitag der FDP
im April 2005 werde man weitere sechs Personen in die
Riege der FDP-Mitstreiter aufgenommen haben.
Zwei Themen indes beherrschten neben der positiven Wahlbilanz vorrangig die Diskussion an diesem
Sonnabend: Zum einen beklagte Rechtsanwalt Hans-Joachim Radisch, dass es der liberalen FDP an
Aufmerksamkeit erheischenden Schlagworten fehle, die großen Parteien SPD und CDU griffen dort
bereits seit langem auf Phrasen wie "soziale Gerechtigkeit" und "Solidarität" zurück. Wichtig sei,
so Radisch, dass man dem Wähler im Gedächtnis bleibe. "Warum sollen wir wichtige Entscheidungen und
Vorgänge nicht auch mit einprägsamen Überschriften kennzeichnen", meinte Radisch. Man wolle "mehr
Verantwortung für Bürger tragen". Auch Dieter Kurth bekräftigte, dass gerade im ländlichen Bereich
eine pressewirksame Öffentlichkeitsarbeit von Nöten sei. Auch der zweite Diskussionspunkt wurde vom
Warener Anwalt Radisch ins Gespräch gebracht: Nach seiner Meinung müsse den Beamten ein größerer
Ermessensspielraum eingeräumt werden. "Wie Dumme werden die Beamten dargestellt, eingezwängt in
starre Vorschriften",
erboste sich Radisch. Man war sich einig, dass gerade diese Personengruppe gestärkt und mit ihnen
der Schulterschluss geübt werden müsse. Gute Nachrichten verkündete der Kreisvorsitzende Toralf
Schnur abschließend: Der für April 2005 angesetzte Landesparteitag werde im Müritzkreis ausgetragen.
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