Müritz- Zeitung, 18.10.2004

Kreis-FDP sieht sich durch Wahlergebnis bestätigt
Parteitag bestimmt von Auswertung des kommunalen Urnengangs und Debatte um bessere Öffentlichkeitsarbeit

Von unserem Redaktionsmitglied Iris Eickmann

Groß Plasten. Wie sagt der politische Volksmund? Nach der Wahl ist vor der Wahl. So könnte auch das Motto der FDP gelautet haben, deren Mitglieder sich am Sonnabend zum ersten Kreisparteitag nach der im Juni ausgetragenen Kommunalwahl trafen. Wichtigste Bestandteile der Tagesordnung: Die Auswertung des Urnengangs und die Interpretation der Stimmergebnisse. "Wir als FDP haben in allen kommunalen Vertretungen, in denen wir angetreten sind, deutlich dazu gewonnen", kommentierte der Kreisvorsitzende Toralf Schnur das Wahlergebnis. Dies sei Bestätigung dafür, dass man auf dem richtigen Weg sei. Als ebenfalls positiv wurde die Mitgliederentwicklung des Müritz-Kreisverbandes gewertet. Insgesamt zehn neue Mitstreiter seien in diesem Jahr bereits begrüßt worden, momentan zähle der Kreisverband 69 Mitglieder. Und, so gab man sich hoffnungsvoll, bis zum Landesparteitag der FDP im April 2005 werde man weitere sechs Personen in die Riege der FDP-Mitstreiter aufgenommen haben.

Zwei Themen indes beherrschten neben der positiven Wahlbilanz vorrangig die Diskussion an diesem Sonnabend: Zum einen beklagte Rechtsanwalt Hans-Joachim Radisch, dass es der liberalen FDP an Aufmerksamkeit erheischenden Schlagworten fehle, die großen Parteien SPD und CDU griffen dort bereits seit langem auf Phrasen wie "soziale Gerechtigkeit" und "Solidarität" zurück. Wichtig sei, so Radisch, dass man dem Wähler im Gedächtnis bleibe. "Warum sollen wir wichtige Entscheidungen und Vorgänge nicht auch mit einprägsamen Überschriften kennzeichnen", meinte Radisch. Man wolle "mehr Verantwortung für Bürger tragen". Auch Dieter Kurth bekräftigte, dass gerade im ländlichen Bereich eine pressewirksame Öffentlichkeitsarbeit von Nöten sei. Auch der zweite Diskussionspunkt wurde vom Warener Anwalt Radisch ins Gespräch gebracht: Nach seiner Meinung müsse den Beamten ein größerer Ermessensspielraum eingeräumt werden. "Wie Dumme werden die Beamten dargestellt, eingezwängt in starre Vorschriften", erboste sich Radisch. Man war sich einig, dass gerade diese Personengruppe gestärkt und mit ihnen der Schulterschluss geübt werden müsse. Gute Nachrichten verkündete der Kreisvorsitzende Toralf Schnur abschließend: Der für April 2005 angesetzte Landesparteitag werde im Müritzkreis ausgetragen.

  Impressionen
(Fotos HB.)
Der Parteitagsort, das Schlosshotel Groß Plasten
Eröffnung
Neuaufnahme durch den Kreisvorsitzenden
Wahlauswertung
Versammlungsleiter Parteifreund Kurth
Parteifreund Kersten
Pausengespräche
      Vorherige Seite  Seitenanfang